Geschichte d. Drehorgel

       Kirchenorgel und Straßenorgel sind enge Verwandte

Impressionen

 
  Home
 
  Mecklenburger
  Drehorgelorchester
 
  Norbert Niemann
 
  Hotel & Restaurant
 
  Hörproben
 
 
Heimatverein des Mecklenburger Drehorgelorchesters
Vorsitzender: Norbert Niemann
Feldweg 1
19069 Lübstorf
Tel.: 03867/6111-0
Fax: 03867/6111-45
 
 
 
 

 
 
 
 





 
 
Kommen - Sehen - Hören - Staunen
Heimatverein des Mecklenburger Drehorgelorchesters
 
Heimatverein des Mecklenburger-Drehorgelorchesters
 

Geschichte der Drehorgel

Kirchenorgel und Straßenorgel sind enge Verwandte

  • In vielen Köpfen ist zumeist noch die Meinung verankert, die Kirchenorgel sei das „Königsinstrument“, die Straßenorgel jedoch das „Bettlerinstrument“
     

  • Ob eine Orgel über 500 verschiedene Orgelpfeifen besitzt oder nur 20 bis 80 Stück, ist nur eine Frage des Geldes.
     

  • Beide Instrumente haben technisch ein Pfeifenwerk, eine Windlade, ein Versorgungsteil, ein Steuerungselement und einen Speicher für die spielenden Titel. Das Pfeifenwerk besteht bei beiden Orgeltypen aus hölzernen oder metallischen Pfeifen. In beiden Orgeltypen werden die Pfeifen durch das Anblasen von Luft zum Klingen gebracht. Erzeugt wird die Luftzufuhr durch die Bedienung eines Blasebalgs, des Versorgungsteils.
     

  • Bei Kirchenorgeln musste der Blasebalg früher durch Treten einer Hebelvorrichtung bedient werden, um die Orgelpfeife mit Luft zu versorgen. Um 1900 wurde diese Arbeit von einem langsam arbeitendem Elektromotor übernommen. Heute übernimmt ein starker Ventilator die Luftzufuhr zu den Orgelpfeifen.
     

  • Die Steuerung der Tonfolge erfolgt bis Heute durch das Manual, der Orgeltasten. In alten Zeiten wurde der druck auf die Tastatur über die Abstrakte auf das Ventil an der Orgelpfeife übertragen. Das Ventil Wurde geöffnet, die Luft konnte einströmen und die Pfeife zum klingen bringen. Mit der Erfindung des Elektromagneten konnte das Zugseil durch eine Kabelverbindung ersetzt werden. Der Druck auf die Taste schließt jetzt einen Stromkreis, der Elektromagnet an der Pfeife zieht an und gibt so die Luftzufuhr Frei
     

  • Bei modernen Kirchenorgeln wird die Steuerung der Ventile über Funk vorgenommen. So kann der Kantor an einem weit von der Orgel entfernten Platz das Manuel aufstellen und, wie in Passau oder Vilshofen vorhandenen, gleichzeitig mehrere Orgeln bedienen. Nur die neue Steuerungstechnik macht das möglich. Eine Erkrankung des Kantors muss nicht mehr zum Ausfall des Gottesdienstes führen. Ähnlich wie beim Keyboard können heute auch Tonstücke auf Disketten gespeichert und beliebig abgerufen werden.
     

  • Die gleiche Entwicklung erfolgte bei der Straßenorgel. Die Luftzufuhr wird durch die Bedienung des Blasebalgs geregelt. Außerhalb der Orgel wird eine Kurbel gedreht, innerhalb des Gehäuses wird diese Drehbewegung in eine Zug- Schubbewegung umgesetzt, die den Blasebalg erweitert und zusammenpresst, so dass ein Luftdruck entsteht. Wird die Drehbewegung zu langsam oder bleibt aus, so sinkt der der Luftdruck im Blasebalg und die Töne verzerren oder setzen aus.
     

  • Bei den ersten Straßenorgeln wurde die Steuerung der Pfeifen über eine Walze vorgenommen, auf der viele Zapfen und Stege eingeschlagen waren. Der Druck des Zapfens wurde auf ein Seil oder Stange übertragen und Öffnet das Ventil für die Luftzufuhr zur Orgelpfeife. Die Erfindung des Lochstreifens als Steuer- und Speicherelement vereinfachte bereits Ende des 18. Jahrhunderts die Bedienung der Orgel. Die Bedienung der Kurbel regulierte gleichzeitig die Geschwindigkeit der Tonfolge und die Bewegung des Blasebalgs. Mit der Erfindung des Elektromagneten konnte Gestänge durch Kabel ersetzt und auch die Steuerung der Tonfolge verbessert werden. Die Möglichkeit der Speicherung von Tonfolgen war jedoch durch die Länge und Breite des Lochstreifens eng begrenzt.
     

  • Etwa im Jahre 1975 eröffnet sich die Möglichkeit, Steuerungsimpulse für alle Maschinen auf kleine kleine Chip-Bausteine abzuspeichern und beliebig abzurufen. Der Speicher Lochkarte oder Lochband wurde durch den Speicher- Chip ersetzt. Die Steuerung der Elektromagneten an den Ventilen der Pfeifen konnte stark stark verfeinert werden. Die Anzahl der zu Speichernden Impulse stieg um das Vielfache. Ende 1979 konnte in neu hergestellten Straßenorgeln der Lochstreifen durch die Steuerung per Elektronik- Chip ersetzt werden. Mit dieser Steuerung konnten nun auch mehrere Orgeln des gleichen Herstellers miteinander verbunden werden und als Orgel- Orchester auftreten. Der Antrieb des Blasebalgs und das Anblasen der einzelnen Pfeifen ist jedoch wie eh und je unverändert geblieben. Dagegen sind elektrische Ventilatoren zur Luftzufuhr und Verstärkeranlagen in Straßenorgeln verpönt.
     

  • Dafür hat sich die Qualität der Musik und die Anzahl der zu spielenden Musiktitel um ein Vielfaches gesteigert